Start in ein halbes Jahr Selbstfürsorge.
Gestern durfte ich einen besonderen Kursauftakt begleiten: Im Rahmen der GEW Leipzig startete unser Seminar zu Stressmanagement und Selbstfürsorge – mit 16 engagierten Teilnehmenden, die sich nun ein halbes Jahr lang auf eine gemeinsame Reise begeben.
Unter den vielen PowerPoint-Folien, mit denen ich theoretische Inhalte rund um Stress visualisiere, finde eine Illustration besonders aussagekräftig: ein Tintenfisch, der ein Schild über seinem Kopf hält – „ALL WE HAVE IS NOW.“ Darunter die Aussage: „Ein gesunder Mensch ist stets bestrebt, sein inneres Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, also innerlich stabil zu sein.“ Als ich die Folie für diesen Blog fotografierte, zeigte sich auf der Handykamera plötzlich ein Regenbogen – ein schöner Zufall und für mich ein Sinnbild dafür, dass Selbstfürsorge auch bunt, kreativ und leicht sein darf.
In dem Kurs reflektieren die Teilnehmenden mithilfe von Journaling-Techniken ihr individuelles Stresserleben, entwicklen individuelle Lösungen Stress zu begegnen und erforschen, mit welche Stressoren sie im Arbeitsalltag konfrontiert sind. Ziel des Kurses ist es zudem, gesunde Impulse nicht nur für sich selbst, sondern auch am Arbeitsplatz als Multiplikator:in in das eigene Team hineinzutragen.
Meine Haltung dabei: Stress ist kein persönliches Versagen, sondern eine Erinnerung – gut für sich zu sorgen und zugleich politische Antworten auf gesellschaftliche Belastungen einzufordern.
Damit Selbstfürsorge nicht nur wichtig klingt, sondern Freude macht, arbeiten wir mit Visualisierungen, kreativen Impulsen und kleinen Experimenten. Besonders die Tandems, die sich gleich zu Ende des Seminartages gebildet haben, zeigen: gegenseitige Unterstützung kann den Weg hin zu Veränderungen unterstützen.
Vielleicht ist es am Ende wie mit dem Tintenfisch: Vieles lässt sich jonglieren – entscheidend bleibt immer, im Hier und Jetzt den eigenen Ausgleich zu finden.
